Phnom Aural Gebirgszug. Kardamomgebirge

Kardamomberge

Im Südwesten von Kambodscha, hin zum Golf von Thailand, erstreckt sich das Kardamomgebirge mit Bergregenwald, Elefantenrouten, Malaysia-Tigern und Krokodilen, inklusive trockenerer Gebiete. Alles in einem Gebirge? Ja, denn das Kardamomgebirge ist so groß, dass es in vier Schutzgebiete aufgeteilt werden kann. Welche das sind, welches Tier wo lebt und was man in den Parks unternehmen kann, hab wir unten zusammengefasst.

Tiere und Landschaft der Kardamomberge: Von feucht bis trocken

Es ist riesig: Gewaltige 20.000 km² umfasst das große Kardamomgebirge (Chuor Phnom Krâvanh) mit seiner höchsten Erhebung, dem Phnom Aoral (1.764m). Der Gebirgszug ist bekannt für seinen intakten Regenwald und teilt sich in einzelne Schutzgebiete auf: Kardamom-Waldschutzgebiet, Phnom Samkos Schutzgebiet, Phnom-Aural-Naturschutzgebiet, das Krokodilschutzgebiet und der South West Elephant Corridor im Süden. Letzteres dient dem Schutz der Elefantenrouten.

Mikroklima im Kardamom
Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen von Koh Kong bis nach Pursat, über den eher trockenen Kirirom-Nationalpark bis zum Elefantengebirge und dem regenreichen Emerald-Tal im Bokor-Nationalpark sorgen für den Artenreichtum.

Tiere im Kardamom
So lebt hier Kambodschas größte Population von asiatischen Elefanten. Weitere Bewohner sind der kleine Malaysia-Tiger und der indonesische Tiger, Leoparden, Malaienbären, Nebelparder, Kappengibbons und über 450 Vogelarten. Sogar das Siam-Krokodil ist hier heimisch, das bereits als ausgestorben galt.

Ecotourism im Gebirge

Das Kardamomgebirge ist seit einigen Jahren ein beliebtes Reiseziel für den Ökotourismus. Dabei werden die Dorfbewohner, die hier leben, in die Umsetzung einbezogen. Zum einen haben die Touristen ein authentisches Dorferlebnis und zum anderen wird dadurch die ursprüngliche Lebensweise durch die Einnahmequelle erhalten. Das kommt letztendlich auch der Natur zugute, da auf illegales Abholzen, Wilderei und Brandrodung zum Überleben verzichtet werden kann. In den Dörfern werden schlichte Bungalows, meist ohne Klimaanlage und selten mit Strom, angeboten.

Sehenswürdigkeiten & Aktivitäten

Trekking: Ab Koh Kong, Chamnar und Thma Bang werden mehrtägige geführte Trekkingtouren ins Kardamom-Waldschutzgebiet angeboten.

Bike & Boat: Dirtbike- und Bootstouren, Tagestouren und Übernachtungen werden vom Gemeindezentrum in Osoam in das Naturschutzgebiet Phnom Samkos organisiert.

Krokodile: Südlich des Dorfes Osoam befindet sich das Schutzgebiet für die vom Aussterben bedrohten Siam-Krokodile. Von Dezember bis Mai hat man die besten Chancen auf Sichtung. Ca. 40-60 Siam-Krokodile leben hier. Auch Nashornvögel und Banteng leben im Krokodilschutzgebiet.

Eco-Unterkünfte: Das kleine Dorf Chi Pat liegt mitten im Kardamomgebirge am Phi-Pot-Fluss und bietet Ökotourismus an. Wir empfehlen außerdem die  Canvas & Orchids Retreat Glamping-Unterkunft am Prêk Khlâng Yai Wasserarm in der Nähe des Taitai-Wasserfalls sowie das Cardamom Tented Camp am Wasserkanal Prek Tachan.

Fischerboot in der Nähe von Chi Phat
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Wandern: Ab Kompong Speu startet mehrtätige Wandertouren ins Phnom Aural Schutzgebiet.

Taitai-Wasserfall: ca. 20 km östlich von Koh Kong stürzt mehrere Meter in die Tiefe. Am Taitai-Fluss kann die Flusslandschaft mit dem Boot oder Kanu erkundet werden.

Anreise

Von Pursat fahren Sammeltaxis und Pick-ups nach Kravanh, Rovieng und Pramoay. Während der Trockenzeit kann die gesamte Strecke von Pursat nach Koh Kong mit dem Sammeltaxi gefahren werden. Zur Regenzeit fahren kann es passieren, dass nur Motos die Strecke von Pramoay nach Osoam bewältigen. Ab Osoam fahren Taxis ganzjährig nach Koh Kong. Von Koh Kong benötigt man ungefähr eine Stunde bis Thma Bang auf der gut ausgebauten NH48. Von Thma Bang geht eine unwegsame Strecke ins Ökodorf Chi Pat. Allerdings kann diese Strecke nur zur Trockenzeit mit dem Motorrad befahren werden.

Beste Reisezeit

Der Februar (Trockenzeit) gilt als idealer Reisemonat für Trekkingtouren ins Kardamom-Gebirge, insbesondere auch wegen der Befahrbarkeit der Straßen.

Eintritt & Gebühren

Für einzelne Attraktionen, wie z. B. den Taitai-Wasserfall, wird Eintritt verlangt.

Wo ein Besuch des Kardamomgebirges am besten reinpasst? Zwischen weißem Sandstrand und Glamping in den Bergen: Hier entlang geht’s zur Reiseroute …

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